Jetzt lernen Sie meine Oma kennen – und meine Meinung.

Meine Oma ist mir als hutzelige, kleine, etwas verplante Person in Erinnerung. Mit grauem Haar, in dem immer ein Rest Dauerwelle versuchte, Locken vorzutäuschen. Im höheren Alter hat Oma die Dauerwelle nur noch selten beim Friseur machen lassen. „Ach Jung, dat ischa immer auch so düer.“

Sie sprach einen ganz eigenen Dialekt, der sich aus dem für Schleswig-Holsteiner typischen nordischen Slang, plattdeutsch und gesprochenen Rechtschreibfehlern zusammensetzte.
„Düer“, also teuer, ist ein Wort, was man oft von ihr hörte. Dies ist düer, das ist düer, fast alles war düer. Aber manches war ihr nie zu teuer. Dazu gehörte auch ihr einziger Enkel, also ich.

Was mich anging, war sie immer sehr großzügig. Besonders zu Weihnachten und Geburtstagen.
Ich hatte, wie so viele, irgendwann im jugendlichen Alter begonnen, mir von ihr Geld statt gekaufter Geschenke zu wünschen. Dies wurde dringend notwendig, als ich feststellte, dass sie beim besten Willen nicht lernen wollte, dass ich einen eigenen Kleidungsgeschmack entwickelt hatte und schon mit 15 Jahren als Mofarocker keine Pullunder mehr tragen wollte. Nein, Oma, weder einfarbig, noch mit Karomuster. Nein, Oma, wirklich nicht, vielen Dank.
Um diesen regelmäßigen Diskussionen und den Pullundern zu entgehen, besprach ich mich mit meinen Eltern und wir sagten Oma gemeinsam, dass es besser wäre, dem Jungen lieber das Geld zu schenken, was der Pullunder gekostet hätte.

Tja, da begannen goldene Zeiten für mich, denn Oma legte auf das Geld, was der Pullunder gekostet hätte, immer eine ordentliche Schippe obendrauf. Und dazu gab es dann auch immer noch etwas zum Naschen, meist etwas aus ihrer Naschwerksammelschublade. Da kamen immer Pralinengeschenke anderer alter Leute hinein, die wiederum diese Pralinen auch aus ihrer Schublade hatten, in der sie Pralinengeschenke anderer alter Leute sammelten und so weiter.
Manchmal hatte ich aber auch Glück und Oma hat extra was für mich gekauft, von dem sie glaubte, ich mochte es, was auch manchmal stimmte. Solche Sachen kaufte sie als Vorrat, wenn sie im Sonderangebot waren.
So erhielt ich bereits zu einer Zeit lagerungsbedingt weißlich verfärbte Schokolade, als es noch gar keine weiße Schokolade im Handel gab.

Aber zurück zum Geld. Das Besondere an Omas großzügigen Geldgeschenken war, dass Oma eigentlich gar nicht viel Geld hatte. Sie hatte eine gewisse Summe auf der Bank, die von ihr über viele Jahre harten Arbeitslebens zusammengespart wurde und durch einen kleinen Teil Lebensversicherungsauszahlung ergänzt worden war, aber dieses Geld wurde viele Jahrzehnte nicht angerührt. Notgroschen eben. So lebte sie von einer äußerst mickrigen Rente, denn sie hatte Zeit ihres Lebens als „Zugehfrau“ und Putzfrau gearbeitet, was ihr nicht viel Geld einbrachte. Zumal vieles von dem Geld von ihrem Mann, meinem Opa, in Alkohol investiert wurde.
Er kam als Kriegsheimkehrer sein Leben lang mit seinen Erinnerungen an die russische Gefangenschaft nicht zurecht und betäubte sich mit Schnaps. Er starb früh und hinterließ kaum gute Erinnerungen an ihn in uns allen. Und meiner Oma nur eine kleine Witwenrente, da er früh schon seine Jobs verlor und nicht mehr arbeiten konnte.

Oma hatte auch böse Erinnerungen an den Krieg, aber sie hatte keine Zeit für Alkohol, sie musste arbeiten. Harte Arbeit auf dem Land. Den Bauern, die sie bezahlten, die Wäsche waschen, Essen kochen, putzen, auf dem Feld helfen, eben die Arbeit einer Haushaltshilfe und Landarbeiterin. Um genug Geld zu haben, hatte sie mehrere Arbeitsstellen, das hielt sie fast bis zu ihrem Tod so. Ja, und dann hatte sie auch noch zwei Töchter großzuziehen. Sie zog diese Töchter mit harter Hand groß, streng und mit Schlägen, wenn es ihrer Meinung nach sein musste. Das war damals leider noch üblich, auch in der dörflichen Volksschule, auf die meine Mutter und Tante gingen, wurden Schüler noch vom Lehrer gezüchtigt, wenn sie nicht spurten.

Ich habe die harte Hand meiner Oma in meinem ganzen Leben nie zu spüren bekommen. Ich hatte alle erdenklichen Enkelprivilegien. Ich durfte auch mal frech sein. Dann gab es von ihr ein strenges „Na, na, na! Nu is abba gut, Jung!“ und das reichte auch. Ich wollte Oma ja nicht allzu sehr verärgern.
Ich erinnere mich an viele gute Tage mit Oma. Wie wir in ihrem kleinen Garten rohe Erbsen naschten. Wie ich ihr begeistert eine bestimmt fünf Kilo schwere Kröte (na gut, ich war noch klein, sie war vielleicht etwas leichter in Wirklichkeit. Vier Kilo oder so.) unter die Nase hielt und sie sehr tapfer ihren Ekel hinunterschluckte und sagte „Och, die ischa man groooß, Jung. Nu musstu die abba fix torückbringen, von wo du die herhast, da ist irgendwo ihre Familie. Sonz wird die gaaanz unglücklich.“ Immerhin, solche Aussagen, in Angst getroffen, lehrten mich Respekt vor Tieren und den Gefühlen, die sie ja ganz offenbar haben mussten. Wenn Oma das schon sagt.

Egal, was ich für Probleme hatte, zu Oma konnte ich immer kommen. Pubertätsprobleme mit den Eltern? Oma hatte Verständnis. Die Eltern wollen mir den Motorradführerschein nicht zahlen? „Oha, du willz Motorrad fahren? Dat is doch gefääährlich! Na sowat. Hier hast du zweihundert Mark, die gebich dir zum Führerschein druffzu. Aber du daafs nich rasen mit dem Motorrad, ne?“

Einige Jahre vor ihrem Tod, als sie immer mehr Probleme mit ihren Knochen bekam (Oma, du hast Osteoporose, damit musst du zum Arzt – Achwat, son Tüdelkram, Ossoporohse. Ich tu hier son Pferdefett auf die Knie, reib das orntlich ein, denn geiht dat uck wedder), chauffierte ich sie manchmal umher oder kaufte für sie ein. Bescheidene Essensvorräte, großzügige Toilettenpapiervorräte, mehr wollte und brauchte sie nicht mehr. Manchmal Medikamente. Und „son Pferdefett“.

Die letzten Jahre verfiel sie zusehends. Am meisten machte ihr zu schaffen, dass sie nicht mehr gut spazieren gehen konnte.
Sie wehrte sich lange gegen einen Rollator. Als er dann doch da war, kam sie nochmal etwas in Schwung. Besonders deshalb, weil sie sich partout weigerte zu lernen, dass das Ding auch Bremsen hatte, die sie hätte benutzen können. „Dat geiht schon, Jung, nu lass mich man“ war ihre Devise. Ich erinnere mich an einen Besuch in einem Geschäft mit einer Rampe. Meine inzwischen osteoporosebedingt o-beinige, kleine Hutzeloma hoppelte diese Rampe mit hoher Geschwindigkeit hinter ihrem Rollator hinunter, während ich panisch auf der Treppe nebenherlief und versuchte, ihrer Raserei Einhalt zu gebieten.
Als wir beide unbeschadet unten ankamen, lachte sie und sagte „Hui, dat gingscha man fix!“

Sie starb im Krankenhaus. Nach einer Knie-OP, die sie so gerne machen lassen wollte, damit sie wieder spazieren gehen könnte. Ihr altes Herz hat die Strapazen nicht mehr mitmachen wollen und blieb einfach stehen.

Als ich sie das letzte Mal sah, hatte ich ihr Einkäufe gebracht, das Geschirr abgewaschen und die Küche gewischt, während sie mir mit ihrem Gehstock vor dem Gesicht herumfuchtelte, um mir zu zeigen, wo genau ich wischen sollte.

Ich bin bis heute dankbar für die Zeit, die ich mit ihr verbringen konnte. Für die Dinge die sie mich lehrte. Für ihre unendliche Großzügigkeit und ihr Verständnis für all meine verrückten Ideen und Aktionen. Für ihren Humor, den sie bis zum Schluss hatte (Oma, du machst mir die Haustür nur in Unterhemd und Unterhose auf?? – Ja wat denn, Jung, dat ischa man auch waaahm heute, ne?) und für das dazugehörige Schmunzeln, dass sie nur bei mir zeigte.

Meine Oma ist in Pommern großgeworden, sie lebte dort in ärmlichen Verhältnissen. Ihre leibliche Mutter starb früh, so dass Oma schon als Kind im Haushalt helfen musste. Ihr sowieso schon schweres Leben wurde durch den zweiten Weltkrieg nicht leichter, und im Januar 1945 noch viel schwerer, als sie nur mit ihrer Kleidung und einem einzigen Paar Schuhe aus ihrem Heimatort von russischen Soldaten vertrieben wurde. Sie und der Rest der Dorfbewohner mussten flüchten. Alte Menschen und spärliches Hab und Gut wurde auf Pferdewagen geladen, alle anderen mussten neben dem Pferdewagen herlaufen. Es war eisigkalt und der Weg war lang. Sie liefen Tag und Nacht, Menschen starben. Es war eine einzige Tortur. Sie führte nach Schleswig-Holstein, dort erfuhren sie, zu welchen Dörfern sie gehen mussten, um dort unterzukommen. Es gab keine Flüchtlingsunterkunft, sie mussten einfach immer weiterlaufen. Als sie endlich in dem zugewiesenen Dorf ankamen, waren die Meisten mehr tot als lebendig. Auch die Pferde vor den Wagen. Sie brachen zusammen und starben an Ort und Stelle aufgrund der Strapazen.

Meine Oma überlebte den Flüchtlingstreck. Sie wurde auf einem Hof untergebracht, auf dem sie arbeiten sollte und dafür Essen bekam, irgendwann auch ein wenig Geld.

Auf ihre psychische und physische Verfassung wurde keine Rücksicht genommen, nach Kriegsende hatte man dafür keine Zeit. Sie musste tun, was alle anderen auch taten. Arbeiten. Sie kämpfte sich also durch, wie viele andere auch.

Wenn sie das nicht getan hätte, wenn sie nicht aufgenommen worden wäre, ihr niemand geholfen hätte, dann wäre ich heute nicht hier. Ich würde nicht hier sitzen und über sie schreiben, an sie denken und dabei lächeln.

Meine Oma war ein Flüchtling. Keine Reisende, keine Auswanderin, keine Schmarotzerin.

Die furchtbaren Umstände eines furchtbaren Krieges zwangen sie, zu gehen, ihre einzige Heimat, die sie bis dahin kannte zu verlassen. Eine Rückkehr war nicht möglich, in ihrem Zuhause hatten nun andere das Sagen.

Sie kam mit nichts als ihrer Kleidung auf dem Leib und ihren Erinnerungen. Ihr wurde Unterkunft und Essen gegeben, nicht mehr aber auch nicht weniger, dafür arbeitete sie fleißig und hart. Bis zu ihrem fünfundsiebzigsten Lebensjahr, bis die „Ossoporohse“ es nicht mehr zuließ.
Ihre Töchter sind beide wohlgeraten und ebenfalls fleißig.

Und ihr Enkel sitzt hier, versucht, sich die Tränen zu verkneifen und wünscht sich, dass man bitte anderen Flüchtlingen, die alles verloren haben, auch hilft. Ihnen Unterkunft und Essen bietet und so ihre Leben rettet.

So wie der kleinen, hutzeligen Frau, die in seiner Erinnerung immer noch über all seine verrückten Ideen schmunzelt.

 

Epilog:
Meine Eltern, meine Frau und ich spenden Geld, was wir erübrigen können, wir geben Kleidung und Gebrauchsgegenstände an entsprechende Einrichtungen in unserer Nähe, der Vater meiner Frau hat in seinem großen Haus eine geflüchtete Frau und ihr Kind vorübergehend aufgenommen.
Vielleicht können Sie auch irgendetwas für Menschen tun, die ihre Heimat hinter sich lassen mussten.
Falls Sie nicht in der Lage sind, zu spenden, so teilen Sie einfach anderen mit, warum Sie für die Aufnahme von Menschen ohne Heimat und Besitz sind, auch das kann eine Hilfe sein. Schweigen Sie nicht. Und bitte werden Sie kein „besorgter Bürger“, bitte zünden Sie keine Unterkünfte für Hilfsbedürftige an.
Achten und respektieren Sie Ihre Nächsten.

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Jetzt lernen Sie meine Oma kennen – und meine Meinung.

101 Gedanken zu “Jetzt lernen Sie meine Oma kennen – und meine Meinung.

  1. Hat dies auf Draussen und unterwegs rebloggt und kommentierte:
    Danke für die Erinnerung an meine Omma, zu der ich ein sehr ähnliches Verhältnis hatte.
    Hoffentlich werden sich viele wegen deiner Worte iher Wurzeln bewusst und überdenken gegebenfalls ihre Meinung zu allen Flüchtlingen.

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  2. Wir kommen seit Generationen aus Schleswig-Holstein. Ich kenne die Geschichten über Flucht und Vertreibung aus der Perspektive derer, die zusammen gerückt sind (und oft auch zusammen rücken mussten), um Flüchtlinge aufzunehmen. Da war manchmal auch Groll zu hören über das Teilenmüssen in einer Zeit, in der man selber nichts mehr hatte. Aber NIE, dass man es nicht für richtig gehalten hätte, diese Menschen aufzunehmen. Und heute? Wir sind satt, fett und voller Angst um diese Sattheit. Wie bescheuert, gerade in der historischen Perspektive. Danke für diesen Text!

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  3. Was für eine tolle Oma!

    Omas, Großtanten, Oppas, Schwubbeldischwippgroßschwägerinnen, … die es gepackt haben, oft mehr schlecht als recht, aber geschafft, im wahrsten Wortsinn. Die Geschichte ist wunderbar, der Schluss der daraus zu ziehen ist, ist so logisch. Wie kriegt man das hin daran vorbei zu denken? Ich schüttel mit dem Kopf + bedanke mich für die Zeilen!

    Auf die Hoffnung des „Steten Tropfen“!

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  4. Ein wirklich toller Text! Leider konnte ich nicht mit meiner Oma aufwachsen, denn meine Eltern sind vor meiner Geburt nach Deutschland ausgewandert und ich sah meine Oma bzw. Grosseltern nur in den Sommerferien in Portugal, aber das Thema Flüchtlinge ist gegenwärtig und es ist wichtig nicht zu schweigen und die Menschen dazu zu bringen, die Augen zu öffnen. Dieses Beispiel ist ein sehr gutes vergleichendes Bild, um auf die gegenwärtige Situation aufmerksam zu machen. Es sind alles Menschen, ob nach dem 2. Weltkrieg oder heute. Sie haben keine Wahl und sie lassen ihr gesamtes Leben zurück, weil sie leben wollen.

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  5. LOB schreibt:

    Hat dies auf LOB's Metier rebloggt und kommentierte:
    „Meine Oma war ein Flüchtling.
    Keine Reisende, keine Auswanderin, keine Schmarotzerin.“
    Eine lesenswerte Geschichte, wenn ein Mensch seine Heimat verlassen muss, egal aus welchem Grund – es bleibt doch immer ein Mensch und etwas anderes in ihm oder ihr zu sehen ist der Anfang vom Ende der Humanität.

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  6. Mattes schreibt:

    ich kenne dich nicht, und doch…ich danke dir von herzen. wir könnten cousins sein. ich hatte die gleiche oma 🙂 nie war mir bewust dass ich mit ihr auch eine flüchtlingsvergangenheit habe. aufrichtig DANKE für diese erkenntnis.

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  7. Andro schreibt:

    Nette Geschichte, aber Spenden wandern in fast allen Faellen zum groessten Teil in dunkle Kanaele.
    Direkte Hilfe ist das einzige, was etwas bringt und wobei wirklich etwas bei den Betroffenen ankommt.
    Waere die Hilfe fuer deine Oma damals auf einem Spendensystem, wie wir es heute haben aufgebaut gewesen: mit deinen eigenen Worten „dann wäre ich heute nicht hier“.

    Viel wichtiger:
    Ursachen bekaempfen, statt Symptombehandlung.
    Schluss mit dem widerlichen Korporatismus und Neoliberalismus und ihren verabscheuungswuerdigen Ressourcen-Eroberungskriegen.
    Wie lange lassen wir die Konzerne und Kartelle noch unsere Gesetze schreiben, die dann ungelesen durch Bundestag und -rat auf uns niederdonnern? Wie lange noch lassen wir zu, dass sich die Verantwortlichen mit „Wir haben nach besten Wissen und Gewissen gehandelt“ herausreden?

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  8. Völker waren in der Geschichte niemals etwas statisches, das wird von den faschistoiden Gralshütern gerne vergessen gemacht. Wichtig ist, diese Menschen, die aus schlimmster Not hierher gefunden haben, schnellstmöglich hier heimisch werden zu lassen, mittels Sprache und Bildung. Wenn die deutschen Kaufmanns-Seelen das schon nicht aus Barmherzigkeit auf die Kette kriegen, dann vielleicht mit wirtschaftlichen Überlegungen, so traurig es ist.
    Bevor dieses Land an Überalterung ausblutet, da den meisten der Konsum ja wichtiger war und ist, als Verantwortung für Kinder zu übernehmen.

    Eine bewegende Geschichte!

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  9. So ein wunderbarer Text. Ja, die Parallele trifft – mitten ins Herz. Danke.

    Auch für die Erinnerung daran, dass ich eine Art Oma (wir waren nicht einmal verwandt) hatte, die 1999 im Alter von 93 Jahren verstorben ist und die ich nie vergessen werde.

    In meinem Verhältnis zu ihr habe ich das wiedergefunden, was du erzählt hast. Sie stammte aus Schlesien und kam nach Kriegsende unter unsäglichem Leid schließlich ins Rheinland. Sie arbeitete als (ganz wunderbare) Köchin. Hier bei uns heißt „düer“ übrigens ganz ähnlich. Wir sagen „dür“.

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  10. Danke für diese wundervolle Erinnerung an das, was unsere Großeltern alle noch miterlebt haben und was sie zu den Menschen gemacht hat, die sie sind. Wie im Falle deiner Oma mit einem riesen Herz und einen tollen Humor! Wir vergessen und haben „Angst“ und dadurch entsteht viel schlechtes. Texte wie deiner sind wichtig!

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  11. Als junge Frau (naja, 36…), die das Glück hatte, in Deutschland geboren zu werden, als ehemaliger Wandervogel, der insgesamt 12 Jahre im Ausland gelebt hat, als Enkeltochter deutsch-rumänischer Flüchtlinge, als Stiefenkelin einer deutsch-ukrainischen Oma: danke.

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  12. emmaundlukas schreibt:

    Deine Oma erinnert mich so sehr an meine, ich hatte beim Lesen das Gefühl du schreibst von ihr. Nur das meine Oma sächsisch sprach. Und nun sitze ich hier und kämpfe gegen Tränen, einerseits weil meine Oma vor einem Jahr verstorben ist und ich sie schrecklich vermisse. Andererseits macht mich diese derzeitige Lage in Deutschland so sauer und ängstlich. Wie kann es trotz so vieler Geschichten, wie deiner, Menschen geben, die flüchtenden traumatisierten Menschen in unsererem reichen Land noch mehr Angst zu machen. Wir werfen Lebensmittel weg, Familien leben gemeinsam auf 120m² und doch gibt es Menschen, die Flüchtlingen nicht mal ein Bett in einem Auffanglager können. Traurige Welt.

    Liebe Grüße, Heike

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